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Poem | Wenn … Meer

Wenn ich Meer wär …

 

Mich zieht es hin,
treibe zurück.

Ich umfließe dich,
wärme dich in sonnendurchtränkten Fluten,
schlinge mich um dich, kröne dich mit meiner Gischt,

werfe meine Wellen gegen dich,
sende sie erneut und wieder
verschlinge jeden Sturm

in meinem Nass,
trage hinfort, trage nach Haus,

trage ab –

Stück für Stück

Bis du weich wirst und sanft

und
dich in meinen Armen
unter der Brandung verlierst.

Ich bin da,
weit über das Ende der Gezeiten.

LEICHTES GEPÄCK

Das Gepäck … der Ballast ist irgendwo auf dem Weg geblieben. Was fehlt?

Vielleicht …

dieses Wort bindet mich mit einem Faden. Ich überlege.

Vielleicht …

sollte ich …

lieber nicht …

Vielleicht …

vermisse ich …

oder nicht …

viel … leicht …

Neugier zupft daran, zerrt an den Buchstaben, prickelt Leichtigkeit bis in meine Fingerspitzen, ich trinke das Leben in meine Lungen bis unter die Fasern meiner Haut. Nach all der Zeit bindet kein Termin, kein Müssen, kein Zwang meine Uhr, meine Hände, meinen Wirbel.

In meinen Händen liegt das Tun, liegt der Stift, das Papier mit Worten zu füllen, der Schlüssel, das Gitter zu öffnen, den Weg zu gehen.

NO PACKS, NO BAGS

the luggage … the weight got stuck somewhere on the way.

maybe …

this word binds me with a string. I´m considering.

maybe …

I should …

rather not …

probably …

miss …

or not …

prob … ably

Curiosity twitches it, tearing the characters apart, tingles easiness into my fingers tips. Drinking life into my lungs, under the fibers of my skin. After all this time no appointment, no have to, no duty, ties my schedule, my hands, my thoughts.

The doing lays in my hands,

the pen to fill the paper with words,

the key to open the grids,

going the way.