Creating Better, Creating Future | Keynote – Intern. Konferenz in Athen

Erfahrungen, Visionen und Inspirationen teilen wir seit jeher in Erzählungen.
Warum könnten wir jemals wollen, dass Maschinen uns erklären, WIE und WER wir sein sollen, wie WIR UNSERE Welt wahrnehmen? WARUM sollten wir das überhaupt wollen?

*

Sharing Human experience, vision and inspiration in stories – written stories – This is what we can and need to relate to. Why and how could we ever want to let machines tell us, how and who to be, how to perceive OUR world, how to feel in our physical bodies?
There is NO such Weiterlesen

Was tun? Ideen für alle | Shine a light

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Verlieren – oder nicht

Irgendwie irgendetwas … etwas tun, um sich NICHT selbst, Hirn, Herz, Mut und alles zu verlieren. Herausfordernd in diesen, unseren Zeiten.
Nur … etwas tun zu MÜSSEN: anstrengend. Anstrengend ist manchmal auch schon, einfach nur zu lesen, wie wichtig es ist, Veränderung anzustoßen, zu schaffen, Hoffnung zu schaffen. 

Warum sich die Mühe machen, warum nicht einfach verstecken, nicht einfach die kleinen Freuden genießen, die das Leben auf unseren Weg wirft? Das ist so viel einfacher … nachgeben, sich ablenken (lassen). Eine Katastrophe zu beklagen, sind wir gewohnt. Eine Katastrophe zu verhindern – etwas, das wir nicht schon immer so gemacht haben – wie verrückt ist das denn? Das, also vermiedenes Leid, wird selten belohnt, wenn überhaupt. 
Nuuuur … ziemlich unschön in einer Katastrophe leben zu müssen. Um nicht in einer Katastrophe leben zu müssen, bleibt nicht mehr so viel Zeit.

Warum

Verzögerte Wahrnehmung, Bewusstsein. Privilegien. 

Die meisten von uns SIND privilegiert. Wenn WIR von Ungerechtigkeit, Gewalt und Faschismus erfahren, sind Minderheiten bereits seit einer Weile von Gewalt ge- und betroffen. 

Ein See ist erst nur zu einem Teil, dann einem Viertel, dann zur Hälfte mit Seerosen bedeckt. Wenn wir schweigen und uns unsichtbar machen, wenn wir das Spektakel „nur“ beobachten, ist der See in kurzer Zeit zerstört. Auch für uns bleibt dann kein Wasser mehr.

Die Zeit ist fast um, zu tun, was unsere Demokratie schützt, was eine Gesellschaftsstruktur ermöglicht, in der Gestaltung möglich ist. 

Was tun?

Dinge, die wir tun können? Manche sind einfach umzusetzen. Keine*r muss sich die Last der Welt auf die Schultern zu wuchten (da bin ich eh schon bei 😉 ).

Hier sind Vorschläge, sicher gibt es noch mehr. Gut ist, einfach mit einem Punkt zu beginnen :). Wenn wer was hat – ich freu mich über Ergänzungen.

Ideen für … Alle

  • Kein vorauseilender Gehorsam   
  • Tu etwas, wenigstens eine Kleinigkeit 
  • LIES Bücher (von Autor*innen, die bestenfalls die Würde aller Menschen respektieren). Lesen hilft, um zu verstehen,  z. B. Umberto Ecos „Der ewige Faschismus“.  Kauf und lies Bücher menschlicher Autor*innen – insbesondere, wenn unsere Zukunft für uns alle besondere, außergewöhnliche, absurde, wilde, wunderbare und vielfältige Geschichten bereithalten soll und nicht nur KI-Slop, durch den sich eine Handvoll Milliardäre bereichern. Denk daran: Autor*innen sind Menschen, die Nahrung und ein Dach über dem Kopf brauchen und Energie, um schreiben zu können. Wir sind unvollkommen, aber diejenigen, die Geschichten schaffen, die Gedanken und Vorstellungskraft beflügeln.
  • Besuche (auch) kleinere Veranstaltungen von weniger bekannten Autor*innen und Künstler*innen.    
  • Sei dir bewusst, wen du bei Einkäufen mit deinem Geld unterstützt – es gibt Alternativen zu McDonalds, Amazon, Spotify, Google, Apple, Müller Milch und so weiter. Diese Alternativen unterstützen oder finanzieren keine autokratischen Regime, faschistische Parteien und/oder Projekte, die unsere Lebensgrundlagen und unseren Planeten zerstören. Alternativen findest du hier: european-alternatives.eu
  • Unterstütze Buchhandlungen und Bibliotheken, Shops, Autor*innen vor Ort. Meide Amazon, solange das Unternehmen seine Gewinne auf Kosten so vieler Menschen erzielt.
  • Meide Produkte und Dienstleistungen von „Big Tech“, insbesondere solche, die menschenverachtende Regime unterstützen und finanzieren. Werde so weit wie möglich unabhängig von US-Technologien. Informiere dich über europäische, unabhängige und datensichere Alternativen.
  • Bitte um Hilfe.        
  • Informiere dich, was aktuell geschieht, am besten über mehrere Kanäle, am besten mithilfe von Medien, die nicht finanziell abhängig oder im Besitz von Milliardären sind und Hass schüren. Meide Propaganda und alles, was einfache Lösungen verspricht und/oder Sündenböcke ausruft.
  • Finde und unterstütze Organisationen und Ehrenamtliche, die sich für Demokratie und Mitmenschen einsetzen – mit Spenden, mit Dienstleistungen, damit zu helfen, ihre Mission zu verbreiten, und sich solidarisch mit ihnen zeigen. 
  • Sprich mit anderen darüber, was gerade passiert und was beängstigend ist – Keine*r von uns ist allein in dieser Situation. Unser Leben IST politisch, der Verlust unserer Freiheit und Rechte ist äußerst politisch. Wenn wir darüber sprechen, fällt es uns leichter, damit umzugehen.
  • Teile positives Feedback.    
  • Geh „vor die Tür“. Knüpfe Kontakte – zu Nachbarn, in Kulturzentren in der Nachbarschaft. Leben passiert offline, triff Freunde für Erlebnisse im analogen Leben 
  • Wenn Du KI nutzt, dann verantwortungsvoll und bewusst darüber, wie viele Ressourcen Du dadurch verbraucht werden.     
  • Bei Wahlen: Wähle eine Partei, die Wert auf Bildung, die Vielfalt der Menschen und Kultur, Gerechtigkeit und Recht, ein soziales System, Solidarität, Wissenschaft und gleiche Rechte und Chancen für alle Menschen legt, die sich den enormen Herausforderungen und Gefahren des Klimawandels nicht verschließt und die Rechte des Einzelnen über die Rechte der Industrie und der Großkonzerne stellt. 

Ideen für … Autor*innen

(ergänzend zu obigen)   

  •  Werde Mitglied und unterstütze Verbände und Organisationen, die sich für die Rechte von Autor*innen einsetzen. Wir können etwas verändern – je mehr Mitglieder wir haben, desto größer sind unsere Möglichkeiten.
  • Wenn du KI benutzt, dann: verantwortungsvoll und informiert darüber, wie viele Ressourcen du verschwendest. Sei dir bewusst: Die Tech-Konzerne werden deine Arbeit und deine Geschichten aus- und benutzen, bevor sie dich letztlich ersetzen. 
  • Unterstütze andere menschliche Schriftsteller*innen. 
  • Informiere dich (mithilfe von Autor*innenverbänden), tausche dich mit Kolleg*innen aus über Verträge, Autor*innenrechte, Urheberrechte, Tantiemen, Vorschüsse, Vertragsdetails, Ihr rechtmäßiges Einkommen, die Verwertung deines Buches – oder Nicht-Verwendung – um KI zu trainieren.
  • Widersprich der Verwendung deiner Arbeit als Trainingsdaten.   
  • Nutze Schreibprogramme, die deine Inhalte nicht (heimlich) als Trainingsdaten für LLMs verwenden.

Hoffnung IST nicht einfach DA. Hoffnung IST oder GIBT es nicht einfach. Zu leben, zu hoffen, zu sein – nichts davon ist oder wird einfach.
Die Sache ist die: Es IST und GIBT viel zu TUN – und wenn und während wir das tun, SCHAFFEN WIR HOFFNUNG.

Für etwas Mut und Ideen empfehle ich auch Timothy Snyders Instagram Beitrag.


Shine a light

Part 2 – rise and shine ….

To lose or not

Feeling the pressure of nowadays dystopia, cruelty, disenchantment stirs up the unease to somehow do something in order to not lose one’s selve or mind or heart or courage or everything. At least for me.

Just … having to do something – that already reads quite draining. Also does fueling, pushing, creating Change, creating Hope. Why bother and not just hide, why bother and not just enjoy the small pleasures life throws at us. It’s so much easier … giving in, getting distracted. Also the reward of prevent a disaster doesn’t hit that nicely – if: at all. 

Thing is: Time is Almost Up. 

Why 

Well – blunt and plain: Most of us ARE privileged. When WE as this privileged beings become Aware of injustice, violence, fascism minorities already experienced being repressed and brutalised. Like a Lake being just to a Quarter or to a half covered with searoses. 

If we stay silent and invisible, watching the spectacle devouring shortterm pleasures, in a few moments the lake is overthrown. Nothing left to nurture our future selves but restrictions and horror.

Time is Almost Up. 

Some things can be done, some are quite simple to take and make without the need of putting the weight of the world on your shoulders (you can leave that to me 😉 ) or a need for witchcraf. Tbh – not totally figured it out, there are more points for sure (contact me, if you want to add some).

Here are some suggestions. Good thing, one can start by choosing just 1 🙂

Some suggestions – for everyone and everyday’s life:

  • Don’t obey in advance. 
  • Do something, anything, even if it’s just a small thing. 
  • Avoid shopping at companies that support fascism. 
  • Read!
  • READ books (preferably from Authors who value every human as equal and worthy and respect the diversity of life and living). Reading – very helpful for understanding – i. e. Umberto Ecco’s „How to spot a fascist“. 
  • Purchase what you need in awareness of whom you support with your money – there are alternatives to McDonalds, Amazon, Spotify, Google, Apple, Müller Milch and so on who don´t finance dreadful Regimes, fascist parties, destructive projects destroying our planet. Alternatives: european-alternatives.eu
  • Get informed about what’s happening, educate yourself – avoid propaganda and everyone and everything that promises an easy solution and/or singular ones to blame. These days it’s harder to get hands on quality journalism, though serious journalism and media is still essential (and existing). Prefer medias that are not financially depending or owned by billioners and/regime-buddies
  • Visit (also) smaller events of minor authors (and artists)
  • Support your local authors and book shops and libraries. Avoid Amazon as long as their injust and make their profits on the neck of writers and other artists.
  • Talk about what’s happening and what’s scaring you. You are not alone. It’s happening to all of us, to share it makes it easier to carry it.
  • Share good feedback if someone’s sparked some moments of joy
  • Find NGOs and voluntary organisations that fight for democracy and humanity and support them by showing up, with your time or some money, by helping spread their mission.

…to be continued

For writer (add on to the mentioned points above):

  • Support voluntary and writers organisations. We stand up for autors‘ rights, we help, we can help more – the more members we have, the bigger our impact
  • Join writers unions / organisations 
  • If you have to use AI do it in a responsible way and be aware of how much ressources you burn down. Be aware: Big Tech will use your work and stories – first to exploit, than to replace you
  • Support other writers
  • Get informed (via your writers‘ unions)
  • exchange with your writers colleagues about your authors right, copyright, royalties, advances, details in your writers contract, your rightful income, how your book is to be used -or not – to train AI – and in case oppose to this condition

…to be continued

Hoffnung. Machen. | Creating. Hope.

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Worum geht`s: 

Hoffnung – oder nicht
Aber was ist mit …
Hinschauen
Der Anfang vom Ende guter Zeiten … wo beginnt Faschismus
Macht
Wer kann etwas tun?
Was tun?

Hoffnung – oder nicht

Hoffnung IST nicht einfach DA. Und ich werde nicht schreiben: da IST oder da GIBT es einfach Hoffnung. Zu leben, zu hoffen, zu sein – nichts davon ist oder wird einfach.
Die Sache ist die: Es IST und GIBT viel zu TUN – und wenn und während wir das tun, SCHAFFEN WIR HOFFNUNG.
Die Chance etwas zu tun, liegt NOCH in unseren Händen. Noch können wir eine Veränderung (hoffentlich zum Besseren) bewirken. Aber wir müssen aufstehen und es auch tun. Dringend. Je früher, desto besser.
Aber wie?
Was ist das Richtige? Das Richtige zu tun, zu schreiben, zu sagen, zu lesen und: Was soll man lesen, sagen, schreiben, tun worÜBER? So vieles ist so überwältigend.

Aber was ist mit …

Angst
hat mich, uns, dich gefangen gesetzt. Eine Angst, die uns aufgezwungen wird, sich in unsere Köpfe und Herzen schleicht, wuchert.
Gewalt und Grausamkeit werden gezielt eingesetzt. Das soll uns lähmen. Angst soll unseren Mut und unser Vertrauen darin zerstören, dass wir überhaupt handeln können, ohne bestraft zu werden. Strategien wie diese sind Waffen. Menschen dieser Flut an Gewalt auszusetzen und damit Angst zu schüren zählt dazu. Mit diesen Taktiken normalisieren Täter das Abnormale, betäuben unsere Empathie und brechen – bildlich und real – Türen auf. Weitaus schlimmere und menschenverachtendere Taten werden damit vorbereitet und diese Taten werden folgen.

Wichtig ist, diese Taktik zu verstehen, zu sehen und zu benennen, was geschieht.

Hinschauen

Ein Anfang ist, die vielfältigen Schrecken anzuerkennen, die gleichzeitig geschehen. Berichte aus USA sind medial präsent, weniger das, was im Iran geschieht. Dort massakriert das Mullah-Regime massenhaft die eigenen Bürger:innen, die für ihre Rechte protestieren und für die Freiheit, ihr Leben selbst gestalten zu dürfen.
Zukunft wird vernichtet, Menschen ausgelöscht. Die Machtgier narzisstischer, hasserfüllter, selbstgerechter Männer, die sich jeglicher Verantwortung verweigern, vernichtet Leben und unseren Planeten. Strategisch zerstören sie und die Medien, derer sie sich bedienen, etwas in uns. Sie zwängen uns ein Gefühl von Überforderung und Hilflosigkeit auf, lenken uns ab, lähmen uns. Diese Täter wollen, dass wir uns machtlos fühlen – als einzelner Mensch machtlos gegen Ungerechtigkeit, Gewalt und strategische Grausamkeit. Jedes vernichtete Leben ist eines zu viel – im Iran, in der Ukraine, in den USA, in Weißrussland, in Ungarn, in Afghanistan, in Syrien, in Ländern, die es in die Nachrichten schaffen ebenso wie diejenigen, die kaum oder gar nicht erwähnt werden.

Die Zerstörung von Demokratie und Menschen beginnt …

… in kleinen Schritten, und oft dort, wo Gelder oft und seit langem fehlen. Kultur, Literatur, Medien, Wissenschaft, Bildung, Gesundheit und Sozialsysteme sind unterfinanziert. Diese Bereiche, die Arbeit und die Menschen, die sich hier engagieren, werden von Feinden freiheitlicher, gerechter, gleichberechtigter Gesellschaften oft zuerst angegriffen. Denn hier kommen grundsätzlich Menschen zusammen, hier kümmern sich Menschen umeinander. Empathie, Austausch, Gemeinschaft können hier wachsen und uns zueinander bringen, statt uns zu isolieren. Ein gemeinsames Merkmal demokratiefeindlicher, autoritärer Entwicklung ist die Abwertung von sozialen, künstlerischen Berufen, von Leben, Lebensentwürfen, Frauenfeindlichkeit, Frauenhass.
Buchverbote sind eines der ersten Mittel autokratischer Regime. Buchverbote treffen nicht einfach Bücher. Buchverbote treffen Menschen. Uns, die wir schreiben, wir, die wir für die Rechte von Autor:innen kämpfen – Autor:innen verlieren ihr Einkommen und ihre Stimme, ihre Werke verschwinden.
Autokraten, Diktatoren. Faschisten wollen Schriftsteller unsichtbar machen, Kritik und unangenehme Themen ausblenden, die Fragen, kritisches Denken und Ideen anregen. Fragen und Kritik erschweren Kontrolle. Unfreie, undemokratische Systeme können freie Ideen nicht zulassen und nicht zulassen, hinterfragt zu werden.
Wir alle, als Gesellschaft, verlieren so Vielfalt – von Geschichten, Perspektiven und Wissen.

In den USA, aber auch zuvor schon unter anderem in Ungarn, Weißrussland, Türkei und weiteren autokratischen Staaten werden kulturelle Einrichtungen zerstört, durch Russland die Kultur in der Ukraine. Schriftsteller:innen werden gefangen genommen, gefoltert und getötet. Von einigen der Ermordeten kennen wir die Namen. Jedes Leben, das genommen wurde, jede Zukunft, die zerstört wurde, ist eines zu viel.

Macht

Sind wir machtlos?

Nein. Wir sind (noch) handlungsfähig, wir haben (noch) Macht.
Wissen ist der Anfang, um zu begreifen, dass noch immer möglich ist, etwas zu tun, weiterzugehen auf einem besseren Weg. Schritt für Schritt gegen die Angst, Stück für Stück bauen wir Hoffnung.

Wer kann dagegen etwas tun?

Die Geschichte zeigt, fast immer waren hartnäckige, sture und nicht die offensichtlichen Personen jene, die Veränderung angestoßen und Ungerechtigkeit und Unterdrückung nicht länger hingenommen haben.
Auch – um es noch einmal zu sagen – zu handeln, zu sprechen, zu schreiben, um sich gegen Faschismus, Tyrannei, brutale Gewalt und Täter zu wehren, ist eine Verpflichtung gegenüber unserem zukünftigen Selbst. Außerdem merken wir hoffentlich rechtzeitig: Wir sind nicht allein. Dass wir uns auf einsamem Posten wahrnehmen, scheint nur so, auch das ist Taktik. Denn wenn wir isoliert sind, ist es einfacher, uns zu kontrollieren und uns einzeln zu zermürben durch die Gewalt, die wir erleben oder wie wir diese in Medien wahrnehmen.

Was tun?

Die Frage, die wir uns – vermutlich – stellen, ich mir jedenfalls, ist also nicht einfach: KANN ich etwas tun, sondern auch: SOLLTE ich etwas tun, bin ich die richtige Person/Organisation, um mich zu wehren? Eigentlich … ist das leicht zu beantworten: Ja – ich kann, ich sollte, ich bin/wir sind.

Schwierig ist eigentlich „nur“, zu entscheiden: WAS soll ich tun – bei einer Million Möglichkeiten.

Was kann jede*r von uns ansonsten tun, wie und wo fangen wir an? Hier eine kurze, demnächst eine längere Liste an Vorschlägen und Möglichkeiten etwas zu tun. Erste wichtige Punkte sind:

  1. Kein vorauseilender Gehorsam
  2. Tu etwas, irgendwas, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.
  3. Vermeide Einkäufe bei Unternehmen, die Faschismus unterstützen.
  4. Lies Bücher 🙂

    to be continued (soon)

 

Hoffnung IST nicht einfach DA. Hoffnung IST oder GIBT es nicht einfach. Zu leben, zu hoffen, zu sein – nichts davon ist oder wird einfach.
Die Sache ist die: Es IST und GIBT viel zu TUN – und wenn und während wir das tun, SCHAFFEN WIR HOFFNUNG.

Für etwas Mut und Ideen empfehle ich auch Timothy Snyders Instagram Beitrag.


Creating Hope, defeating fear

Part 1 – Shine a light ….

To Hope or to despair

Hope is not simply there. And: To live, to hope, to be – none of this is nor will be easy. The thing is: there ARE many things to DO – and when and whilst we do them, WE CREATE HOPE. 

The chance to do something STILL is in our hands as well the chance to drive a change to the better. Though: We have to get up and do it. Urgently. The sooner, the better. 

But how? What is the right thing to do … to write, to say, to read, and: What should one read, say, write, do ABOUT? So much is so overwhelming.

What about … 

Fear 

has imprisoned me, us, you. A fear that is forced upon us, creeps into our minds and hearts, and eats us up. Violence and cruelty are deliberately used to paralyse us. Fear is intended to destroy our courage and our confidence that we can act at all – without being punished. Strategies such as these are weapons. Exposing people to this flood of violence and thus stirring up fear is one of them. With these tactics, perpetrators normalise the abnormal, numbing our empathy and breaking down doors – figuratively and literally. Far worse and more inhumane acts are being prepared, and these acts will follow. It is important to understand these tactics, to see and state what is happening. 

Looking closely 

A start is to acknowledge the manifold horrors that are happening simultaneously. Reports from the USA are present in the media, but less so what is happening in Iran. There, the mullah regime is massacring its own citizens en masse, who are protesting for their rights and for the freedom to shape their own lives. The future is being destroyed, people are being wiped out. 

The lust for power of narcissistic, hateful, self-righteous men who refuse to take any responsibility is destroying lives and our planet. Strategically, they and the media they use are destroying something within us. They force us to feel overwhelmed and helpless, distract us, paralyse us. These perpetrators want us to feel powerless – as individuals powerless against injustice, violence and strategic cruelty. 

Every life destroyed is one too many – in Iran, Ukraine, the USA, Belarus, Hungary, Afghanistan, Syria, in countries that make the news as well as those that are hardly mentioned or not mentioned at all.

The destruction of democracy and people begins … 

in small steps, and often where funds have been lacking for a long time. Culture, literature, media, science, education, health and social systems are critically underfunded though essential for a prospering society. Here fundamentally people come together; this is where people care for one another. Empathy, life and community play important roles. These sectors and the people active in them are often the first to be attacked by enemies of free, just and equal societies. 

A common feature of authoritarian development is precisely the devaluation of social and artistic professions, of life, of lifestyles, misogyny and hatred of women, science, education, empathy, art. 

Book bans are one of the first tools used by autocratic regimes. Book bans do not simply affect books. Book bans affect people. Us who write, us who fight for the rights of authors. Authors lose their income and their voice, their works disappear. Autocrats, dictators and fascists want to make writers invisible, to suppress criticism and uncomfortable topics that stimulate questions, critical thinking and ideas and the expression of visions for the better, as questions and criticism make it difficult to control societies. Unfree, undemocratic systems cannot allow free ideas and cannot allow themselves to be questioned. 

As a society, we all lose diversity – of stories, perspectives and knowledge. In the USA, but also previously in Hungary, Belarus, Turkey and other autocratic states, books are attacked, cultural institutions are being destroyed, as is culture in Ukraine by Russia. Writers are being imprisoned, tortured and killed. We know the names of some but far not of all of those who have been murdered. Every life that has been taken, every future that has been destroyed, is one too many. 

Power 

Are we powerless? No. We are (still) capable of acting, we (still) have power. Knowledge is the first step towards understanding that it is still possible to do something, to continue on a better path. Step by step, we are overcoming fear and building hope bit by bit. 

WHO can do something about it? 

History shows that often it were the stubborn, obstinate and not the obvious people who initiated change and no longer tolerated injustice and oppression. Also – to say it again – to act, to speak, to write, to defend ourselves against fascism, tyranny, brutal violence and perpetrators is an obligation to our future selves. Furthermore, we will hopefully realise in time that we are not alone. The perception that we are standing alone is only an illusion, a tactic. For when we are isolated, it is easier to control us and wear us down individually through the violence we experience or are exposed to through media coverage.

WHAT can we do? 

The questions we – presumably – ask ourselves, or rather I ask myself, is therefore not simply: CAN I do something, SHOULD I do something, am I the right person/organisation to fight back? Actually … that’s easy to answer: Yes – I can, I should, I am/we are. 

The difficult part is actually ‘only’ deciding: WHAT should I do – with a million possibilities. What can be done, how and where do we start? 

Some suggestions – more will follow … Very important points is: 

  • Don’t obey in advance. 
  • Do something, anything, even if it’s just a small thing. 
  • Avoid shopping at companies that support fascism. 
  • Read!

…to be continued

Europas Kultur, Europas Zukunft, unsere Verantwortung

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Zu Europas Zukunft, zur Zukunft unserer & Europas Kultur MÜSSEN wir (uns) fragen:

Wer sind wir?

Wie wollen wir leben?

Wen bevorzugen wir an unserer Seite – Maschinen? Menschen?

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Demokratie ist …

von Vielen für Viele für VIELFALT – weil wir gemeinsam stark sind und gemeinsam stark sein können, solange wir uns nicht einschüchtern lassen. Unser Miteinander – das ist, was Terror, was Autokraten, was Faschisten zerstören wollen durch ihre gewaltvollen Taten, durch Morde, durch Drohungen, durch Nachrichten, die Angst befeuern. Angst soll uns gegeneinander aufbringen und voneinander isolieren. Wenn wir vereinzelt sind, isoliert voneinander, sind wir leichter kontrollierbar und leichter auszubeuten.

Einfach (!?)

Kein Mensch hat gesagt, dass es einfach wird. Wie Liebe ist Demokratie ein “sich-dafür-entscheiden”, ist Arbeit, ist “etwas FÜR andere tun” (nicht dagegen). Heißt: selten einfach. Aber: in der Liebe tun wir das doch auch, oder (jedenfalls wenn es Liebe ist und c’mon: fühlt sich das nicht gut an?).

Aber

… ich ärgere mich, dass ich diese Stimme in meinem Ohr nicht einfach ausblenden kann. Jene Stimme, die mit all der Kraft ihres Hintergrunds aus Finanz-, Wirtschafts-, Leistungs-Fleissbienchen so verliebt ins Gaslighting ist, die von Naivität flüstert, wenn Menschenrechte, bessere Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung zur Sprache kommen. Diese Stimme, die ihre Leistungsträger*innen so gerne damit konditioniert (mind me: I’ve been there): „Und dann kam eine*r, der/die wusste nicht, dass es nicht geht und hat es einfach gemacht.“ Diese Stimme, die jetzt behauptet: Das (Demokratie, gerechte Bezahlung, weniger Gewalt, Integration, Gerechtigkeit, usw.) zu fordern ist naiv und wird nicht funktionieren – vor allem im Angesicht der Übermacht an (egoistischen) A*shholes.  Kleiner Tipp: Vorsorgliches Unterwerfen vor Despoten hat in der Geschichte auch noch nie funktioniert. Und schon klar: Wir, die wir diese Utopie fordern, wissen, dass die Geschichte uns selten (aka nie) mit dem sofortigen Erreichen belohnt hat. Witzig: es gab historisch genug Dickschädel, die einen besseren Weg gewagt und ein BESSER für uns alle erreicht haben #WOCHENENDE .

Aufgeben? No way!

Timothy Snyder bringt hier einen wichtigen Punkt, der im Kleinen wie im Großen gilt: „Wenn die Polen nicht gekämpft hätten, wären die Briten nie in den Krieg eingetreten, die Amerikaner hätten nie Truppen nach Europa geschickt und Deutschland hätte gewonnen.“ (Mehr: Historiker Timothy Snyder im Spiegel Interview ) . Will sagen => Wir Träumer*innen, vielleicht insbesondere die Mütter von Träumen, wissen, es ist anstrengend und schmerzhaft, eine Utopie zu gebären. Aber anstrengend ist der beste Grund, NICHT aufzuhören!

Oder einfach: Wagen!

bell hooks macht deutlich in „alles über liebe“, dass Liebe ein Verb ist, ein Ausdruck in Taten. So ist Demokratie. Natürlich: anstrengend. Demokratie bietet Raum für Viele – viele Menschen mit vielen Ideen, vielen „Background-Stories“, Werte, vielen Verletzungen. Das stellt uns im Umgang miteinander vor Herausforderungen und erweitert die Dimension der Probleme mit denen wir darüberhinaus sind.  Unsere Probleme sind vielschichtig, teilweise ineinander verwoben – Klimawandel, Gewalt und Kriege, Ausgrenzung aufgrund unveränderlicher Merkmale, soziale Isolation, Ausbeutung, Armut vs obszönem Reichtum, Überforderung und Manipulation durch Technik, Patriarchat, Patriarchat (!), Kapitalismus, toxische Männlichkeit.

Lösungen

Unsere Lösungen darauf können nur von und durch (wahnsinnig viele, vielfältige Ideen und) ein *surprise* GEMEINSAM erreicht werden.

Wer kurzfristige Lösungen verspricht, lügt zugunsten einiger weniger, die sich selbst bereichern, oder weil er oder sie sich selbst bereichern will – wie ein Musk, Trump, Putin, oder eben: Merz, Lindner – die sich großes Wirtschaftsverständnis um die (schmale) Brust hängen, aber allein bereits in ihren Parteiprogrammen mit ihren Wahlversprechen signifikante Löcher in einen Bundeshaushalt reißen würden. Geballte, männliche Inkompetenz.

Jetzt

Zu diesem Zeitpunkt unserer Geschichte, mit diesen Ereignissen der letzten Tage ist falsch, verantwortungslos und feige, sich hier nicht klar gegen Faschismus, Rechtsextremismus und AfD zu positionieren, zu signalisieren, dass solches Gedankengut eben nicht okay ist, nicht akzeptiert, nicht ignoriert und schon gar nicht toleriert wird – auch nicht „um des lieben Friedens Willen“. Genug historische Ereignisse belegen, was dadurch passiert und das „das“ (aka Faschismus, Hass, Abwertung anderer) nicht einfach von allein wieder weg geht. Jetzt ist der Zeitpunkt mit allem, was wir sind und wofür wir stehen, das auch zu benennen, unsere Demokratie und unser demokratisches Verständnis wird angegriffen und zerstört. Hier geht es um die Werte in unserer Gesellschaft, wie wir miteinander leben können und wollen, hier geht es ÜBRIGENS AUCH um die Mitgestaltung des gesellschaftlichen Dialogs. Diesen – in Form von Verbreitung von Hass und Lügen, rassistischen und sexistischen Konzepten – erobern die Rechten mehr und mehr für sich, wie aktuell im Bundestag auch mit Hilfe der AfD, FDP, CDU/CSU. Btw: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl RECHTSEXTREMEN Straftaten auf 41.406 Delikte – ein Anstieg um ca. 40% zum Vorjahr. (Quelle: taz – rechtsextreme Straftaten )

Stück für Stück hat die AfD – und leider auch die Medien, auch öffentlich-rechtliche durch die Übernahme der Themen und Sprachgestaltung – unseren Diskurs, also Sprache verschoben und Hass und aus Hass abgeleiteten Gewalttaten normalisiert.

Was ist nötig?

Wichtig ist ein Signal, NICHT einverstanden zu sein mit dieser Entwicklung. Als Gesellschaft, als Individuum, als Organisation hervorzutreten zu zeigen: Nein, die Verschiebung der Themen, die Abwertung von Menschen und unserer Menschenwürde, bereits die verbale Gewalt gegen andere, die Lügen und die Übernahme rechter Positionen nehmen wir nicht hin, damit sind wir NICHT einverstanden.

Wer muss handeln?

Ich sehe das als eigene Verantwortung aka: jede*r von uns trägt dazu bei – zu verändern, verbessern oder den Hass und die Spaltung zu erlauben.

Was andere hier tun? Stellen wir uns hier ernsthaft die Frage, ob wir das Richtige nur tun können, wenn andere das auch tun?

Nun … Ich will nicht antworten: aber die anderen haben ja auch dies und das und dies und das nicht, aber die anderen haben ja auch Menschen verraten und allein gelassen, die anderen haben ja auch weggesehen und nur geflüstert, dass es KZs gab.

Lasst uns Demokratie erarbeiten, daran arbeiten. Zusammen!

P.S.: Geht wählen – 23. Februar 2025

Ja zu: ZUKUNFT, MITEINANDER, KLIMA, VERÄNDERUNG, MENSCHENWÜRDE.

Real Life Action – genug gejammert

Genug

Mitte November 2024. Hinter uns liegen Ereignisse, die Demokratie, Gleichberechtigung, Maßnahmen im Rahmen von Klimawandel, ein Miteinander erschweren. Ein verachtungsvoller Despot, Frauenhasser, Wissenschaftsleugner hat sich in USA das Amt mit der stärksten Strahlkraft erhasst – nach aktueller Lieferung der Ergebnisse. News, Web, Social Media – voll davon, voll mit Meinungen dazu.

Ich? hab’s satt. Ich bin wütend. Ehrlich: Hat dann jetzt langsam jede*r … Weiterlesen

Unberechenbar – Zukunft vs „KI-Vorhersagen“

Was Schreiben bedeutet – und wie Literatur sein sollte

 

wild und ungezähmt – so sollte Literatur sein, Kunst, Kultur. Nichts, was sich durch Zahlen und Wahrscheinlichkeiten bändigen lässt.

Nichts, was man einer Maschine zum Fraß vorwirft, einer Maschine, die ausrechnet, was ANGEBLICH Bestseller wird. Auf den Daten der Vergangenheit/vergangenen Bestsellern. Aber: auch sowas macht KI – also aus den freien kreativen Ideen und Geschichten, die wir in uns tragen, die WAHRSCHEINLICHKEIT von Verkaufszahlen ableiten. Auf Vergangenheitsdaten. Kürzlich berichtete die Süddeutsche Zeitung davon. Die Vertreter dieser Entwicklung waren zudem diesen Oktober auch auf der Frankfurter Buchmesse. Eine Bestseller-Maschine also. Eine KI, die auf Basis des Exposés voraussagt, ob daraus ein Bestseller wird, ob ein Verlag in Autor*innen investiert.

Wie funktioniert das?

Das ist, als würde ich Aktien-Charts lesen und auf diese Charts, die die Vergangenheit abbilden zeigen: an dem Zeitpunkt hätte ich einsteigen müssen und da aussteigen, dann wäre ich reich….

Und nun soll das voraussagen, welche Idee zum Bestseller wird. Ausgerechnet aufgrund des Exposes. Dabei ist das Exposé erstmal eine grobe Strukturierung, eine Ablaufbeschreibung, ein erster Plan.

… aber die Realität?

Meine Geschichten entwickeln sich von der Idee im Exposé zu dem, was dann tatsächlich im Buch zu lesen ist – also von diesem In-etwa-Plan zu etwas lebendigem.

Schon klar, die Zukunft vorherzusagen klingt fancy und bequem für die Buchhaltung in den Verlagen. Risikominimierung ist ein nachvollziehbarer Wunsch für Unternehmen – auch verständlich. Aber Risikominimierung hat uns noch nie in die Zukunft oder irgendeine Innovation gebracht. Mit Geld und großen Marketingbudgets kann man den Erfolg eines Buches steuern, aber Leben und Trend, Geschmack und außergewöhnliche Ergebnisse folgen keiner Statistik.

Wirklich erfolgreiche Bücher wurden so oft abgelehnt – Beispiele dafür gibt es mehr als genug. Am Ende setzten sie sich durch, weil die Autor*innen nicht aufgegeben haben, obwohl wirtschaftliche Überlegungen jeden Mut blockiert haben.

Was bedeutet „etwas zu schaffen“?

Leben wird aus Mut gemacht, Zukunft wird aus Mut gemacht – und fast immer sind die unerwartesten Ideen am erfolgreichsten. stürmen, scheitern, wagen, Wege und Leser*innen finden. Weil: Menschen andere Menschen inspirieren.

Das sollten wir ebensowenig in die Verantwortung und Entscheidungshoheit von Maschinen geben, wie das Schreiben unserer Geschichten selbst.

Useful tool – or false friend? Werkzeuge & falsche Freunde

Ich war in den vergangenen Tage eingeladen als Sprecherin und Mitglied des Vorstands des EWC zum Thema Literatur und AI

Copyright: versusversus.fr

Useful tool – or false friend?

Hilfreiches Werkzeug – oder falscher Freund

auf der European Conference on Literary Translation, Strasbourg, veranstaltet von CEATL – European Council of Literary Translators’ Associations (Fotos von der Konferenz @Morgan Batoz-Herges, versusversus, Alena Makouskaya). 

Meine Kurzfassung: AI kann ein hilfreiches Werkzeug sein – und wie wir einsetzen, was in unseren Händen liegt, dafür tragen wir Verantwortung – andernfalls beuten wir uns selbst für eine „Freundschaft“ aus, die nur den eigenen Vorteil und Profit sucht und jene ausnutzt, die den eigentlichen Mehrwert schaffen.

Meine Rede

Tools & the human decision

Words shape realities.

What is going to happen,

when

machines

create, interpret, regulate

our narratives

Well … 

As I am a writer, my – and I am sure every writers, every translators – dream is: to sell as many copies as the bible.

The bibles words shaped beliefs, habits, reality – until Science came along and with it: Facts.

Not that everyone believes in facts, but: that changed our perception, allowing diversity, using the HUMAN mind, doubting some – let me phrase it like this – „colorful“ opinions based on a book => a lot of fairy stories went into while silencing and erasing the not so much fitting voices. 

The bibles narrative shaped our world, after that: the tale of fair – or was it fairy – capitalism, and now: 

AI. The new god.

We know, AI devoured stories, text, art, also hate. AI is able to reproduce – whatever –  in a speed no human is able to compare with.

One Problem: AI multiplies hate and lies and influences our world extremely fast – at the very moment not for the better, regarding the new fascism and the increasing hate, very threatening for the creative sector. 

Another Problem: Human work and art is used without consent from the originators. Which means – just in Case ist not clear: our work is STOLEN. The ones who work to create something don´t get paid, the one´s who steal: earn Profits. 

Maybe you ask: So what – the world isn´t fair, it never was! Also: No one seems to be responsible as „the machine has done the deed“. Let me Point out: 

WE are responsible. 

for using the machine mindlessly and greedy – we will pay the Price on the long run. History is proof.

Member of the EWC

Im here also as a member of the European Writers Council . The EWC defends the position of literature and stands up for our rights. We are present,  for example, in the parliament, highlighting our situation towards politicians, standing up for our demands and cooperate with other organisations in the fields of art and culture, fighting for fair remuneration for all like with the A.R.T.-principle (Authentication, Remuneration, Transparency), also bringing in adjustments for the AI Act.

EWC recently worked on and published a Toolkit on AI and recommendations how to handle AI – and using it.

All of this you find on the EWC website.

For what reason?

Why do we do this? To show a way how it can be better, to Make a „better“ happen. 

I´m sure, AI Can be helpful. IF we regulate it and use it careful as a Tool and not letting ourselves be abused. AI could provide us with more time – to convey a text even more precisely or figuring out the consequences of what we want to push into the world.

I don´t see AI asking questions like a human does. Why should any machine take interest in this? There is no motivation for a machine to do so. Motivation is a human thing. So – as we are responsible for what happens – let me ask you this: 

What IS our motivation for humanity and personally with AI?

Using our skills as humans means to train our skills, getting better, instead of de-qualifying ourselves by mindlessly using AI when it seems to be the easier cheaper way.

The human voice, human perspective, the human understanding of the consequences for humans how only a human writer or translator can understand them – in being aware of the „In between the lines“, of social and/ or political influences, to put words into context is important and

 necessary.

The human mind, the human heart and kindness – for surviving. For creating and interpreting our human narrative. 

Doing the right thing

We shaped our world this way, we can shape it differently and fair. And again: It’s not about what a machine or we could do, it’s a lot about, what we SHOULD do, like: of course can you use harmful language, of course could we use AI to translate or write, but … really – and where to do we evolve to with this? 

It´s within each and every of our decision that we are the ones who use a tool and not being used by it and foremost: HOW we use a tool.

And it’s a lot but not only about regulating AI it’s also a lot in what and how we decide to use it. Best really being aware of what’s happening and lobbying for our rights supporting initiative in favor of protecting our rights our work. Each of us

With courage – as courage creates future.

 

Rejoice in diversity!!

Montesquieu 


Worte formen unsere Realität.

Was geschieht, wenn wir Maschinen überlassen, unsere Narrative zu formen, zu interpretieren, zu regulieren.

Nun …

als Schriftstellerin träume ich – und ich bin sicher, jede*r Schriftsteller*in, jede*r Übersetzer*in – davon, so viele Exemplare wie die Bibel zu verkaufen.

Die Worte der Bibel prägten den Glauben, die Gewohnheiten, die Realität – bis die Wissenschaft aufkam und mit ihr: die Gewissheit durch Fakten.

Nicht, dass jeder an Fakten glaubt, aber: Das veränderte unsere Wahrnehmung, erlaubte Vielfalt, nutzte den menschlichen Verstand, zweifelte einige – ich sage mal – „bunte“ Meinungen an, die auf einem Buch mit einer Menge Märchen basierten, während die nicht so sehr passenden Stimmen zum Schweigen gebracht und ausgelöscht wurden.

Die Erzählung der Bibel prägte unsere Welt, danach: die Erzählungen vom märchenhaften – oder war das Märchen des – Kapitalismus, und jetzt:

KI. Die neue Gottheit.

Wir wissen, dass KI Geschichten, Texte, Kunst und auch Hass verschlungen hat. KI ist in der Lage, zu reproduzieren – was auch immer – in einer Geschwindigkeit, mit der kein Mensch mithalten kann.

Ein Problem: KI vermehrt Hass und Lügen und beeinflusst unsere Welt extrem schnell – im Moment nicht zum Besseren, im Hinblick auf den neuen Faschismus und den zunehmenden Hass. All das ist bedrohlich für den kreativen Sektor.

Ein weiteres Problem: Menschliche Arbeit und Kunst wird ohne die Zustimmung der Urheber verwendet. Das bedeutet – nur für den Fall, dass es nicht klar ist: unsere Arbeit wird gestohlen. Diejenigen, die arbeiten, um etwas zu erschaffen, werden nicht bezahlt, die, die stehlen, kassieren die Gewinne.

Vielleicht bringt uns das zu der Feststellung: Na und – die Welt ist nicht fair, sie war es nie! Außerdem: Niemand scheint verantwortlich zu sein, denn „die Maschine hat die Tat vollbracht“. Lassen Sie mich darauf hinweisen:

WIR sind verantwortlich –

für den gedankenlosen und gierigen Einsatz der Maschine. Wir werden auf lange Sicht den Preis dafür zahlen.

European Writers‘ Council

Auf dieser Konferenz spreche ich auch als Mitglied des European Writers‘ Council. Der EWC verteidigt die Position der Literatur und setzt sich für unsere Rechte ein. Wir sind z.B. im Parlament präsent, machen unsere Situation gegenüber Politikern deutlich, setzen uns für unsere Forderungen ein und kooperieren mit anderen Organisationen im Kunst- und Kulturbereich, kämpfen für eine faire Vergütung für alle, wie z.B. mit dem A.R.T.-Prinzip (Authentication, Remuneration, Transparency), und bringen auch Anpassungen für das AI-Gesetz ein.

Der EWC hat kürzlich ein Toolkit zu KI und Empfehlungen zum Umgang mit KI – und deren Nutzung – erarbeitet und veröffentlicht => EWC website

Aus welchem Grund?

Warum tun wir das? Um einen Weg zu zeigen, wie es besser werden kann, um ein „besser“ geschehen zu lassen.

Ich bin sicher, dass KI hilfreich sein kann. WENN wir sie regulieren und vorsichtig als Werkzeug einsetzen und uns nicht missbrauchen lassen. KI kann uns mehr Zeit verschaffen – um einen Text noch präziser zu übermitteln oder die Konsequenzen dessen, was wir in die Welt setzen wollen, zu bedenken.

Ich sehe nicht, dass KI Fragen stellt, wie es ein Mensch tut. Warum sollte sich eine Maschine dafür interessieren? Es gibt keine Motivation für eine Maschine, dies zu tun. Motivation ist eine menschliche Sache. Da wir also für das, was geschieht, verantwortlich sind, stelle ich die Frage:

Was ist unsere Motivation als Menschen in und für unsere Menschlichkeit und Menschheit und was ist unsere persönliche Motivation im Zusammenhang mit KI?

Mensch vs Maschine

Als Menschen unsere Fähigkeiten zu nutzen bedeutet, unsere Fähigkeiten zu trainieren, besser zu werden, anstatt uns selbst zu ent-qualifizieren, indem wir gedankenlos KI nutzen, wenn und weil es der einfachere und billigere Weg zu sein scheint.

Die menschliche Stimme, die menschliche Perspektive, das menschliche Verständnis der Folgen für die Menschen, wie sie nur menschliche Schriftsteller*innen oder Übersetzer*innen verstehen können – sich der „zwischen den Zeilen“, der sozialen und/oder politischen Einflüsse bewusst zu sein, die Worte in einen Kontext zu stellen, ist wichtig und

notwendig.

Der menschliche Verstand, das menschliche Herz und die menschliche Freundlichkeit – zum Überleben. Um unser menschliches Narrativ zu erschaffen und zu interpretieren.

Wir haben unsere Welt in dieser Weise geformt, wir können sie anders und gerechter gestalten.

Doing the right thing

Es geht nicht darum, was eine Maschine oder wir tun können. Es geht darum, was wir tun SOLLTEN, z.B.: natürlich kann man schädliche Sprache verwenden, natürlich könnten wir KI zum Übersetzen oder Schreiben verwenden, aber … wirklich – und wohin entwickeln wir uns damit?

In jeder einzelnen unserer Entscheidungen zeigt sich, ob und dass wir diejenigen sind, die ein Werkzeug benutzen und nicht von ihm benutzt werden, und vor allem: WIE wir dieses Werkzeug benutzen.

Und es geht um viel, aber nicht nur um die Regulierung von KI, sondern auch darum, was und wie wir sie nutzen. Am besten ist es, sich dessen bewusst zu sein, was passiert, und sich für unsere Rechte einzusetzen, indem wir Initiativen unterstützen, die unsere Rechte schützen. Jeder von uns

Mit Mut – denn Mut schafft Zukunft.

 

Kunst ist politisch

Kunst ist politisch.
Kultur ist politisch.
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Vielfalt ist Zukunft

(English version below)

Verbindung

Literatur ist Vielfalt, Literatur verbindet – alle Menschen, alle Länder, grenzenlos. Weiterlesen