Creating Better, Creating Future | Keynote – Intern. Konferenz in Athen
Erfahrungen, Visionen und Inspirationen teilen wir seit jeher in Erzählungen.
Warum könnten wir jemals wollen, dass Maschinen uns erklären, WIE und WER wir sein sollen, wie WIR UNSERE Welt wahrnehmen? WARUM sollten wir das überhaupt wollen?
*
Sharing Human experience, vision and inspiration in stories – written stories – This is what we can and need to relate to. Why and how could we ever want to let machines tell us, how and who to be, how to perceive OUR world, how to feel in our physical bodies?
There is NO such connection for the machines, no understanding how to connect and really relate to others.
WHY should we want to want this?
In unseren Geschichten und Büchern finden wir uns als Menschen wieder, beziehen uns darauf oder grenzen uns davon und dadurch ab. So finden wir Geschichte um Geschichte heraus, wer wir sind und sein wollen, und wie die Welt um uns sich gestalten kann.
Ende Februar war ich eingeladen als Vize Präsidentin des European Writers‘ Council eine Keynote zu halten.
„Ich schreibe, ich übersetze, ich denke im Zeitalter der künstlichen Intelligenz – Was es heute bedeutet, Schriftsteller*in zu sein“
Die Internationale Konferenz des Griechischen Autorenverbandes fand statt in Athen, der Wiege der Demokratie. An dem Ort, an dem die Kunst der Rhetorik und der Debatte – der überzeugende Umgang mit Sprache – von neugierigen und wissbegierigen Menschen entwickelt wurde.

copyright: Panos Fragkoulidis
Keynote | Monika Pfundmeier, Vizepräsidentin des European Writers’ Council
Perspektiven für und aus Europa vom European Writers’ Council:
Zukunft (des) S/schreibens, Recht/Richtiges Handeln, Bestehen gegen gen KI & am Beginn einer neuen Ära.
I. Aktuelle Situation: Schreibens vs. generative KI (hier: LLMs)
II. Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten – EWC & alle.
III. Perspektiven für eine bessere Zukunft
Background: Vorstellung European Writers’ Council & EWC-Vizepräsidentin Monika Pfundmeier
I. Aktuelle Situation: Schreiben in Zeiten von Gen-AI und bedrohter Demokratie
* Menschliches Schreiben
Schreiben ist pure Magie in unseren Händen. Schreiben ist die zutiefst menschliche Fähigkeit, die unser Gehirn, unser Herz und unsere Hände miteinander verbindet. Wir müssen unsere einzigartige menschliche Autorenstimme und menschliche Perspektive finden, bewahren und entschlossen verteidigen.
Was bedroht und beeinflusst menschliches Schreiben, Wie hat sich menschliches Schreiben entwickelt
In der Diskussion über KI im Kontext zu Literatur und Urheberrechte beziehen wir uns vor allem auf generative KI geht, genauer gesagt auf LLMs (Large Language Modells).
Worte sind wichtig. Seit jeher gestalten Menschen die Welt durch Worte gestaltet. Vieles von dem, was uns umgibt, was wir sehen, nutzen, in unseren Händen halten oder unter unseren Fingerspitzen spüren, wurde von kreativen Menschen erfunden. Die Vielfalt unserer Stimmen, Sprachen, Perspektiven und Bedürfnisse hat unsere Welt geprägt und wir erleben die Welt auf eine Weise, die:
liebevoll, nervig, wütend, ablehnend, umarmend, lehrreich, kritisch, inspirierend, reaktionsfreudig, vergebungsbereit, unvollkommen perfekt, voller Reibung und Chaos ist.
Dies führt uns heraus aus unserer Komfortzone und ermöglicht uns, zu wachsen – individuell und als Gesellschaft. Unsere Erfahrungen, Visionen und Inspirationen in Geschichten zu teilen – erzählten und geschriebenen Geschichten. Mit Geschichten anderer Menschen können – und müssen – wir uns identifizieren. Menschliches Schreiben kann, darf und wird nicht – durch GenAI ersetzt werden.
Warum könnten wir jemals wollen, dass Maschinen uns vorschreiben,
wie und wer wir sein sollen,
wie wir UNSERE Welt wahrnehmen sollen,
wie wir in unseren Körpern fühlen sollen?
Für Maschinen gibt es KEINE Verbindung zu unserer Welt, kein Verständnis dafür, wie die Verbindung mit anderen entstehen und wir zueinander in Beziehung stehen.
WARUM sollten wir Maschinen über uns stellen wollen?
Inspiration durch Menschen
Wir hören seitens Big Tech oft, Autor*innen wären „tech- und innovationsfeindlich“.
Dabei sind wir die Schöpfer*innen. Wir, die Autor*innen, arbeiten in dem Beruf, der seit jeher an der Spitze von Innovation und Technologie steht. Viele Autor*innen und Übersetzer*inen sind technikbegeistert, nicht nur die Science-Fiction-Autoren. Die überwiegende Mehrheit von uns weiß, dass technischer Fortschritt großartig IST, WENN er den Menschen dient.
Menschen können diesen einen Funken in anderen Menschen entzünden, können inspirieren und Vorbild sein. Für Menschen, die ihren eigenen Weg des Lebens und des Schreibens finden – so wie für mich. Vieles von dem, was uns umgibt, was wir sehen, benutzen, was wir in den Händen halten oder unter den Fingerspitzen spüren, ist das Ergebnis kreativer menschlicher Köpfe.
Betrachten wir im Gegensatz dazu LLM, zahlen wir einen hohen Preis und sehen – trotz aller Ausbeutung bislang keine Vorteile.

copyright: Panos Fragkoulidis
* Auswirkungen auf Autoren und die Gesellschaft im Hinblick auf KI | Der KI-Teil:
KI. Wir haben gesehen, sehen und werden großartige und sinnvolle Fortschritte in Bereichen wie der Medizin oder der Abfallreduzierung oder vielen anderen Themen sehen, bei denen Mathematik und Berechnungen eine große Rolle spielen. Es gibt praktische Anwendungsfälle, in denen KI ein großartiges Werkzeug ist und uns als Menschheit helfen kann und muss.
Big Tech nutzt … großartiges Marketing, und ist zutiefst kultur- und menschenfeindlich.
Big Tech/Gen AI ist nicht unser Freund. GenAI verschlingt massive Ressourcen – Wasser, Energie, saubere Luft, Demokratien, den Wert menschlicher Kreativität, Verbundenheit, Interaktion und die Fähigkeit, kritisch UND einfühlsam zu denken.
Der Wert kreativer, menschlicher Arbeit
Was oft übersehen oder kaum gewürdigt wird, ist: Der Wert unserer Arbeit liegt im gesamten Schaffensprozess, in der engagierten Arbeit, der Erfahrung, dem Mut und der Bereitschaft, auch mal zu scheitern, wenn aus Kreativität ein Buch oder eine andere Kunstform oder Innovation entstehen soll. Das bedeutet: Nicht nur das Produkt wird von Big Tech ohne Genehmigung, ohne Zahlung eines fairen Preises und ohne Vergütung geschmälert und gestohlen.
In jedem anderen Fall außer bei KI würde man dies als Diebstahl bezeichnen: Die Nutzung eines geschützten Werks ohne Lizenz oder ohne rechtliche Rechtfertigung. Studien von Lucchi, veröffentlicht im Juli 2025, oder eine weitere deutsche Studie von Dornis und Stober von Ende 2024 zeigen dies deutlich, im Gegensatz zu dem, was Big Tech behauptet. Die „rechtliche Rechtfertigung“ der Tech-Industrie existiert nicht. Die Nutzung ist illegal. Die Konzerne „trainieren“ und forschen nicht nur im heiligen Kreuzzug der Wissenschaft.
Big Tech verdrängt menschliche Kreative und beutet unsere Arbeit aus
Big Tech konkurriert auf den Märkten mit uns, verdrängt Menschen, Autor*innen und andere Kreative. Die Konzerne locken Kunden dann mit Abonnement-LLM-Modellen und Gen-AI-Produkte. Deren Angebot basiert auf gestohlenen Werken. Und wir erleben den größten Raubzug der Geschichte – als diejenigen, die beraubt werden. Dabei wird die Tatsache verschleiert, dass die Geschichte zeigt: Die Menschheit hat größere Sprünge und nachhaltigere Innovatioen oft durch die Einführung von Gesetzen zum Schutz der Menschen geschafft – oder wie die Überwindung tödlicher Krankheiten durch die Regulierung von Wasserleitungen oder die Einführung des Sicherheitsgurts in Autos. Doch: Hier stehen wir auf und sind wachsam.
NOCHMAL: Tolles Marketing. Aber: fallen wir nicht darauf rein, während unser Wert unsichtbar gemacht wird, während diese Konzerne und einzelne gierige Individuen uns, Europa, unsere Demokratie und Vielfalt schwächen.

copyright: Panos Fragkoulidis
Wie entsteht Innovation tatsächlich?
Dabei wird die Tatsache verschleiert, dass die Geschichte zeigt: Die Menschheit hat größere Sprünge und nachhaltigere Innovationen oft durch die Einführung von Gesetzen zum Schutz der Menschen geschafft – oder wie die Überwindung tödlicher Krankheiten durch die Regulierung von Wasserleitungen oder die Einführung des Sicherheitsgurts in Autos.
Lila Konomara wies darauf hin: „Wenn fünf Unternehmen das gesamte menschliche Wissen besitzen – das ist eine riesige Bedrohung für die gesamte Menschheit, für uns, für unsere Demokratie.“
Was verhindert Innovation?
Die Big Tech-Konzerne verbünden sich mit autokratischen Regimes. Das schafft die Grundlage für ein noch größeres Ausmaß an Ausbeutung und dafür, unseren Wert, uns Menschen und unsere Einzigartigkeit unsichtbar machen. So lassen wir uns leichter manipulieren, brechen und ausbeuten.
Synthetische Kommunikation und menschliche Stimmen zu unterdrücken, ebenso wie menschlicher Empathie, Stimmen von Minderheiten, von Kritikern, von Frauen zum Schweigen zu bringen und Künstler*innen – das ist ein Kapitel im Playbook von Autokraten und Diktatoren. Dies führt uns zum Faschismus, bei dem einige wenige noch Gewinne einstreichen. Für deren Fehlverhalten, Manipulation und Schaden zahlen WIR von den Steuergeldern, die stattdessen in Bildung, Kultur, Infrastruktur und menschenfreundliche Innovationen investiert werden könnten.
Wenn – wie so oft behauptet – diese Technologie Leben retten kann – Warum haben dann die Big-Tech-Unternehmen, die über riesige Datenmengen verfügen, nicht schon längst damit begonnen? Warum schützen und retten sie nicht Leben und menschliche Lebensgrundlagen, BEVOR Schaden entsteht? Stattdessen investieren Konzerne massiv in Maschinen investiert, die keine Steuern zahlen und vielmehr unsere Zukunft bedrohen.
Wir stehen am Beginn einer neuen Ära.
Deshalb müssen wir handeln. Schnell handeln, um den Lauf der Dinge in eine menschenfreundliche und nachhaltige Richtung zu lenken.
Wie können wir die menschliche Kreativität und Kultur stärken und fördern?
II. Was zu tun ist, Was wir tun können, Wie wir die Zukunft besser gestalten
Wie sollen wir gegen riesige Konzerne kämpfen, wenn wir schon jetzt darum kämpfen, über die Runden zu kommen, zu überleben?
*aus: Good Fortune
Randbemerkung: Hätte die KI bereits die Macht übernommen – würden Keanu Reeves, Sandra Oh oder Aziz Ansari nicht in diesem Film mitspielen. => Möchten wir wirklich in einer Welt voller mittelmäßiger Gen-AI-Produkte oder KI-Schrott leben, ohne Menschen die Chance zu geben, zu glänzen?
Der zweite Teil dieses Zitats aus „Good Fortune“ spiegelt die Haltung des EWC wider:
„Wir wissen, was vor Ort vor sich geht, wir kämpfen lieber dafür, mehr Menschen „nach oben“ zu bringen.“
* Was tun Organisationen (für uns): EWC – European Writers‘ Council
… viel und viel mehr je mehr Mitglieder wir haben. Details => siehe weiter unten in der Vorstellung des European Writers‘ Council und www.europeanwriterscouncil.eu
* Was können wir alle tun …
… als Einzelpersonen, als Gesellschaft, während wir mitansehen, wie überrepräsentiert die großen Tech-Konzerne aus dem Ausland sind und wie sie ihre Sichtweisen und Wünsche durchsetzen, um die Zukunft Europas zu gestalten?
Erstens: Es ist dringend notwendig, dass sich Autor*innen – und alle anderen – informieren und sich nicht von Marketing-Phrasen über KI blenden lassen. Dass wir nicht auf den Wettstreit hereinfallen, wer besser ist – wir sind Menschen. Punkt.
Fragen
Wir müssen uns selbst und unsere Mitmenschen fragen:
WARUM wollen oder brauchen wir KI in Kultur und KUNST?
Wie nutzen wir sie?
Wem schadet es, wenn wir sie nutzen? Wer – wirklich – verdient das Geld?
Und vor allem:
Wann und warum haben die Menschen beschlossen, dass Mittelmäßigkeit oder weniger ausreichen würde? Es ist eine bizarre Strategie, KI einzusetzen, wenn sie nur „gut genug“ wäre.
Entscheiden
Wir müssen uns daran erinnern:
Es gibt KEINEN Grund und KEIN in Stein gemeißeltes Gesetz, das verlangt: Wir MÜSSEN etwas kaputtmachen, wenn wir schnell voranschreiten. Oder: Jede Veränderung MUSS disruptiv, destruktiv sein, Leben und Gesellschaften zerstören. Das sind nur die Behauptungen von Bullys, von Tyrannen.
Wir können uns dafür entscheiden, zu BEWAHREN, was uns wichtig ist – zum Beispiel:
Unsere Fähigkeiten verteidigen – zu verstehen, zu begreifen, Verbindungen herzustellen, zu lesen, eigene Gedanken zu entwickeln und eine eigene Stimme zu finden. Mit all diesem Wissen, das wir in unseren Händen halten, das uns auf den Fingerspitzen liegt, können wir es besser machen.
Gleichzeitig ist in Ordnung, sich überfordert und ängstlich zu fühlen. Aber lassen wir uns nicht von Angst überwältigen. Vorauseilender Gehorsam ist unnötig und schädlich. Wenn wir das verstehen, liegt die Schwierigkeit „nur“ noch darin, zu entscheiden: Wo soll ich anfangen?
Oder wie Timothy Snyder (amerikanischer Historiker) rät: „Tu etwas, irgendetwas.“
Handeln
Lasst es uns TUN, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, wie zum Beispiel:
– das EWC-KI-Toolkit nutzen,
– sich weiterbilden,
– mit anderen Menschen im realen Leben in Kontakt treten.
– Informieren Sie sich darüber, was bereits existiert, und: Was kommt noch auf uns zu? Verschaffe dir einen Überblick über deine Rechte und die langfristigen negativen Auswirkungen der KI auf persönlicher und globaler Ebene.
– Kaufe Bücher von menschlichen Autoren, die von verantwortungsbewussten Verlagen herausgegeben werden, in lokalen Buchhandlungen. Nebenbei bemerkt: Täglich werden Tausende von KI-„Büchern“ auf Amazon hochgeladen – oft nicht erkennbar.
– Vermeide Einkäufe bei Unternehmen, die den Faschismus unterstützen.
– Unterstütze Autor*innenverbände und -organisationen. Wir setzen uns für Autorenrechte ein, wir helfen. Wir können noch mehr helfen – je mehr Mitglieder wir haben, desto größer ist unsere Wirkung.
– Trete Autorenverbänden und -organisationen bei und tausche dich aus mit Kolleg*innen über Autorenrechte, rechtmäßiges Einkommen und darüber, wie dein Buch von GenAI genutzt – oder nicht genutzt – bzw. verarbeitet werden soll
– Widersprich der KI-Nutzung deines Buches
– Wenn du KI nutzen muss: Tu dies verantwortungsbewusst und sei dir bewusst, wie viele Ressourcen du dadurch verbrauchst.
– Sei dir bewusst: Big Tech wird deine Arbeit und Geschichten nutzen – zuerst, um dich auszubeuten, dann, um dich zu ersetzen.
– Unterstütze andere Autoren.
III. Vision einer besseren Zukunft
Unsere Chance auf eine gute Zukunft liegt in menschlicher Vielfalt. Unsere Stärke ist als Menschen echte Verbindungen aufzubauen, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen, Fehler zu machen und die Chance zu haben, daraus zu lernen. Das ist der Prozess des Wachsens …
aus der Vorstellungskraft heraus und durch sie hindurch zu wachsen, aus dem Austausch mit anderen Menschen. Das kann eine Herausforderung sein, aber wir wachsen eben durch Reibungen und indem wir unsere Komfortzone verlassen.
Entwickeln
Der Weg uns weiterzuentwickeln ist: Menschen, unsere Individualität und Vielfalt, den Lebensunterhalt und die Kultur der Menschen zu schützen. Klar können wir unsere Denkfähigkeit eintauschen gegen ein glänzendes, schickes neues Gadget, mit dem uns jemand blendet. Zu Wachstum, Weiterentwicklung, einem guten Leben hat das allerdings noch nie geführt.
KI ist Werkzeug, ist Prothese
KI kann als Werkzeug ein Verbündeter sein, WENN sie den Menschen unterstützt. Es gibt Menschen, die bereit sind, Wege zu finden, diese Technologie sinnvoll einzusetzen.
Die wirklich hilfreichen KI-Werkzeuge der Zukunft werden nicht generativer Natur sein und etwas erschaffen, das Bildern, Fiktion oder Musik ähnelt. Sinnvoller und effizienter ist, KI zu nutzen bei der Auswertung technischer und /oder medizinischer Daten, Verkehrsmuster zu analysieren und die riesigen Datenmengen zu arrangieren, die wir jeden Tag produzieren.
Wir dürfen uns nicht davon verführen lassen, dass sie unsere Fähigkeit, unser Gehirn zu nutzen und zu schärfen, ersetzt oder uns nimmt. Wir dürfen uns nicht schon im Voraus darauf beschränken, KI alles zu glauben. Denn dann verpassen wir, unsere eigenen Fähigkeiten auszubilden und Gutes und Außergewöhnliches, das von Menschen geschaffen werden kann. Unsere Zukunft als Menschheit müssen wir groß träumen – mit einem sehr weiten und offenen Blick auf den grenzenlosen Horizont. Wenn wir das tun, kann die Realität mit einem breiteren Spektrum an Möglichkeiten folgen.
Mitzubestimmen über KI und deren Auswirkungen auf uns liegt in unseren Händen, nicht nur irgendwo in einem fernen Turm der Politik. Autor*innen, Übersetzer*innen, jede*r von uns:
Wir sind viele. Eine Million kleiner Taten sind eine riesige Zahl. WIR HABEN MACHT.
Wir müssen unsere Macht nutzen! Damit wir entscheiden, wie unsere Zukunft, unser Leben und unsere Gesellschaft aussehen können und sollen.
Natürlich ist es nicht einfach, aber nichts Gutes ist jemals einfach entstanden. Veränderung wird nicht über Nacht geschehen, aber wenn du aufgibst, wenn wir aufgeben, wird sie überhaupt nicht geschehen.
Gemeinsam
Lasst uns besser organisieren. Lasst uns beschließen, das Richtige zu tun – nicht das finanziell Vorteilhafte, das unser Leben und unseren Planeten zerstört.
Lasst uns handeln, um Menschen und unser Menschsein zu unterstützen, für menschliches Schreiben, Kreativität, Innovation, Wachstum. Für ein freies und demokratisches Europa, das sich immer weiter entwickeln kann, um die Ziele von Gleichheit, Gerechtigkeit, Stabilität und Sicherheit zu erreichen.
Jede*r von uns – mit unseren Taten, mit unseren Worten.
Denn: Worte sind das Erste, was die menschliche Seele und den Geist berührt. Unser Verstand ist die Architektur unserer Haltung und unseres Handelns und der Welt, in der wir leben wollen.
Lasst es uns mit Mut tun. Denn Mut schafft Zukunft.

copyright: Panos Fragkoulidis
Background:
* Europäischer Schriftstellerverband
Der Europäische Schriftstellerverband (EWC) ist ein gemeinnütziger, nichtstaatlicher Dachverband. 52 nationalen Schriftsteller- und Literaturübersetzerverbänden aus ganz Europa – aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, den EWR-Ländern Island und Norwegen sowie aus Belarus, der Schweiz, Montenegro, Nordmazedonien und dem Vereinigten Königreich sind Mitglied. Wir vertreten damit über 250.000 professionelle Autoren im Text- und Buchsektor, die insgesamt in 37 Sprachen schreiben und weltweit in allen Genres (Belletristik, Sachbücher, Bildungsliteratur, akademische Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Lyrik) veröffentlichen.
Der EWC ist weltweit der einzige Verband, der ausschließlich die beruflichen Interessen von Autoren im Buchsektor vertritt. Als Dachverband sind wir europäische Plattform für den Austausch von Wissen und bewährten Praktiken zur gegenseitigen Zusammenarbeit.
Unsere Mission umfasst drei Hauptziele im europäischen Kontext:
• Autorenrechte, einschließlich Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
• Kulturpolitik
• Kulturaustausch
* Was tun Organisationen (für uns): EWC – European Writers‘ Council
… wendet sich an die Mitglieder des Parlaments. Wir stehen im Austausch mit dessen Ausschüssen wie CULT oder JURI, beteiligen uns an Arbeitsgruppen, Studien oder Konsultationen der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments, zum Beispiel: bei der Entwicklung des Verhaltenskodex für allgemeine KI – Code of Practice for General AI – im letzten Jahr oder für einen Verhaltenskodex zur Transparenz im Hinblick auf Art. 50 des KI-Gesetzes, oder zur „Digital Omnibus“-Strategie, oder zur diesjährigen Bewertung des Urheberrechts in der Richtlinie zum digitalen Binnenmarkt (der sogenannten CDSM-Richtlinie), neben anderen Fragen dazu, ob Art. 4 zur TDM-Ausnahme GenAI-Prozesse umfassen sollte (Spoiler: Wir sind überzeugt, dass die TDM*-Ausnahme [*Text and Data Mining] nicht für GenAI konzipiert ist).
Das EWC erstellt Umfragen zur Lage der Autoren in Europa, um unsere Situation in Europa zu verteidigen und zu verbessern. Damit verschaffen wir uns und unseren Mitgliedsorganisationen einen Überblick und Argumente zur Verbesserung der Lage an die Hand zu geben.
Wir, das EWC, kooperieren mit Künstlerorganisationen weltweit, um menschliche Kreativität zu schützen und bessere Bedingungen zu erreichen. Für die Medien ist das EWC ein wertvoller Partner für Interviews und – für Journalisten – für wichtige Hintergrundinformationen.
Wir sensibilisieren für unsere Situation und die Notwendigkeit einer starken Kultur und eines starken Urheberrechts. Auch wenn wir derzeit schwere Angriffe durch die finanzstarken Big-Tech-Unternehmen miterleben müssen. Diese versuchen, Europa zu untergraben, indem sie europäische Vorschriften unterminieren, die zum Schutz der Menschen gedacht sind. Aktuell ist dies der Fall beim AI Act im Rahmen der Digital-Omnibus-Initiative.
Unsere wichtigste Forderung ist das A.R.T.-Prinzip:
– Autorisierung: die Zustimmung von Autoren und Übersetzern bei der Nutzung ihrer Werke.
– Eine angemessene und adäquate Vergütung sowie die Anerkennung des gesamten Prozesses, der von der Konzeption über die Ausarbeitung bis hin zur Fertigstellung, Veröffentlichung und zum Verkauf von Büchern und anderen Werken erforderlich ist.
– Transparenz darüber, was in „der Maschine“ steckt. Wie und was wird genutzt. Wohin fließt das Geld, auch um uns den Aufbau freiwilliger Lizenzierungssysteme usw. zu ermöglichen.
Einzelheiten zu unserer Mission und unseren Zielen sowie zu aktuellen Themen finden Sie auf unserer Website www.europeanwriterscouncil.eu oder über unsere Social-Media-Kanäle.
* Monika Pfundmeier, Vizepräsidentin des EWC
Als Vizepräsidentin des EWC setze ich mich gemeinsam mit den Kollegen aus dem EWC-Vorstand und dem EWC-Team für Autor*innenrechte und Kulturpolitik ein. Ich bin Schriftstellerin mit Erfahrung in der Finanzbranche und in der IT.
Mein Antrieb ist es, Wege zu finden, um Autor*innen und den Buchmarkt dabei zu unterstützen und vorzubereiten, in eine prosperierende, intelligente, finanziell stabile, digitale, freundliche und lebenswerte Zukunft zu schreiten.

copyright: Panos Fragkoulidis
Keynote by Monika Pfundmeier @from 06.42:00, Vice President of the European Writers’ Council
David Berry, Professor of Digital Humanities, University of Sussex, Topic: Provenance Anxiety: Death of the Author in the Age of Large Language Models, Keynote David Berry
Chris Durt , @0:46:44, Philosopher, Interdisciplinary Researcher, and Senior Researcher Lecturer at the Technical University of Munich (TUM)
Topic: LLMs and the Death of the Author
Tobias Blanke, @4:10:50, Professor of Artificial Intelligence and Humanities, University of Amsterdam; Professor of Social and Cultural Informatics, King’s College London Topic: Why is AI (all of a sudden) so invested in culture? Deep learning’s insatiable appetite
Daniel Andler, @ 8:59:24, Professor Emeritus of Philosophy, Sorbonne Université; Member of the Académie des sciences morales et politiques; Founder of the Département d’études cognitives, École Normale Supérieure; Knight of the French National Order of the Legion of Honour, Topic: Creativity, problem-solving and artificial intelligence
Conference of the Hellenic Authors‘ Society: „I write, I translate, I think in the age of Artificial Intelligence – What it means to be a writer today,“
in Athens, the birthplace of democracy and where the art of rhetoric and debating – using language in a compelling way – were ignited and further developed by the curious and hungry minds of humans.
Keynote by Monika Pfundmeier, Vice President European Writers’ Council
Perspectives for and from Europe by the European Writers‘ Council about Writing Future, Doing right(s), Keeping up the fight in the face of AI and on the brink of a new era.
I. Current situation of writing vs Generative AI => LLMs
II.Measures and possibilities to act – EWC & everyone.
III.Perspectives for better future
Background: European Writers’ Council & EWC Vice President Monika Pfundmeier
I. Current situation of writing against threats by Gen AI and on democracy
* Human writing
So far, since ever, humans shaped the world as it is. A lot of what surrounds us, what we see, use, what we have in our hands or under our fingertips is invented by creative human minds.
Humans created this due to the diversity of our voices, languages, perspectives, needs.
Humans experience the world in a way that is:
loving, annoying, raging, rejecting, embracing, teaching, criticising, inspiring, responding, forgiving, imperfectly perfect, full of friction, chaos.
This drives us out of our comfort zone and enables us to grow – individually, and as society. Sharing Human experience, vision and inspiration in stories – written stories –
This is what we can and need to relate to.
Why and how could we ever want to let machines tell us,
how and who to be,
how to perceive OUR world,
how to feel in our physical bodies?
There is NO such connection for the machines, no understanding how to connect and really relate to others.
WHY should we want to want this?
Human writing cannot, must not, shall not–– be substituted by GenAI.
Writing is pure magic in our hands. Writing is the very human skill that connects our brains, our heart, our hands. We need to find, have and strongly defend a – our unique human authors voice and human perspective.
Lets be careful with the words we have at our hands. Words matter. Its important to specify, when it comes to literature and authors‘ rights the focus when we speak about AI is on Generative AI, more precisely on LLMs.
We often hear that authors are „tech- and innovation-phobic“.
Though: Authors ARE the creators, THE one profession which was traditionally always part of the frontrunner on innovation and technology.
The reality is: LLMs are not benefitting for mankind so far, taking in the high price we are paying for it. So far there is also no profitable outcome in comparison to all this exploitation happening.
A lot of writers and translators are Tech-Geeks, not only the SciFi Authors. A vast majority of us writers thinks, technical advance IS great WHEN it serves humans;
humans finding their human path of living, of writing.
Like I, Monika Pfundmeier, did. I read some books, I read some book – written by a human. Read it, listened to its words, its voice. And even in its silence, it spoke to me in a way, convincing, I can craft a story my way.
And I did. Or first: I failed and failed, draft for draft. Stood up again, and again. Learned, failed, worked, evolved, sent out, am now sending out: my voice, my perception of the world to readers, who appreciate, whom I impact, inspire to aspire some of their dreams.
Humans can and ignite this one spark, a spark in other humans. We inspire, and we can be role models for the people around us.
* Impacts on authors & society in concerns of AI | The AI-part:
AI. We saw, see, will see awesome and sensible progress in the fields of, i.e. Medical science or reducing waste or a lot of issues, where math and calculation weights strongly. There are practical use-cases, where AI is a great tool and can and has to help us as mankind.
Big-Tech is awesome in their marketing, but deeply culture- and human-phobic.
Big Tech/Gen AI is not our friend. Its devouring massive resources – water, energy, clear air, democracies, the value of human creativity, connection, interaction and ability to think critically AND empathetically.
Much overlooked, or far from acknowledged – is: The value of our work is in the whole process of creation, in the dedicated work, the experience, the courage and daring to fail, when creativity is to turn into book or any other art or innovation. We see: Not only the product is diminished and stolen by Big-Tech without authorisation, without paying the fair price, without remuneration. It’s so much more that is taken from us.
In any other case but AI this is called theft. Using a protected work without a license or without a legal excuse. Studies by Lucchi published in July 2025, or another German Study by Dornis and Stober from End of 2024 show this clearly in contrast to what Big Tech claims. The “legal excuse” by the tech industry does not work. Which makes the use illegal. They Not only „train“ and research in the holy crusade of science.
Big Tech is competing in the markets with us, forcing humans out, offering subscription LLM models and Gen AI-products built on stolen work. We are right now in the middle of the biggest heist in history.
AGAIN: Great marketing. Just let’s not fall for it. While Value is made invisible, while they weakening us, Europe, our democracy and diversity. While gaslighting the fact that history shows: Mankind managed bigger leaps and more sustainable innovations often due to implementing laws to protect humans – or like overcoming deadly diseases by regulating water pipelines or implementing the safety belt in cars. Though: here we are standing up and we are alert.
Lila Konomara pointed out: “When five companies own all human knowledge – that’s a huge threat to all of mankind, to us, to our democracy.”
Big-Tech is teaming up with autocratic regimes, getting an even better handle on exploitation and making humans and their uniqueness invisible. In that way we are easier to manipulate, to break, to exploit.
Synthetic communication and taking away human voices, human empathy, voices of minorities, of critics, of women and eroding artists is one playbook chapter of autocrats and dictators, leading to fascism. While some individuals are earning the profits. While WE pay the price for danger, misconduct, manipulation and harm. They take away the tax payers’ money that could be instead invested in education, culture, infrastructure and human friendly innovation.
If – as so often claimed – this technology can save lives? Why then did the Big Tech Companies, who own a load of data, not already start with saving and protecting lives and human livelihoods, BEFORE there is a lot harm inflicted on a lot of humans. Instead, there is a huge invest in machines that don´t pay taxes and rather threaten our future.
We are on the brink of a new era. Therefore we have to act. And we have to act quickly to change the course of events towards a human friendly and sustainable direction.
How do we empower and strengthen human creativity and culture?
III. What EWC and other organisations are doing, what WE can co
Quoting here from the film “Good Fortune”:
“How can we fight gigantic Cooperations if we´re already fighting just to get by, to survive.”
Sidenote: If AI would have already taken over – there wouldn’t be Keanu Reeves or Sandra Oh or Aziz Ansari staring in this film. => Would we really like to live in a world of mediocre Gen AI products or AI Slop without giving humans the chance to shine? Also: What a delight to see other humans thrive.
The second part of this quote from “Good Fortune” echoes EWC’s sentiment:
„We know what´s going on on the ground, we rather be fighting to get more people up.“
* EWC
… is doing a lot and the more members our member organisations have the more impact we have on politics and improving conditions for writers. Details you will find at the end of this article and of course on EWC‘ website www.europeanwriterscouncil.eu
* What can we, all of us, do …
… as individuals, as society as we are witnessing how over-represented Big Tech from abroad is, forcing in their view and wishes shaping Europe’s future?
First: It’s urgent for authors – and everyone – to get informed and not sold on a marketing pitch about AI. And not fall for the competition who is better – we are humans. Period.
We have to ask – ourselves and our fellow humans:
WHY do we want or need AI in culture and ART? How do we use it?
Who is hurt, when we use it? Who – for real – earns the money?
And most of all:
When and why did people decide that mediocrity or less would be enough? It’s a bizarre strategy to use AI when it would become only “good enough”.
Then we have to remember:
There is no need and no law written in stone demanding: moving fast, you HAVE to break things. Or: Every change HAS to be disrupting, destructive, destroying lives and societies. That´s some bully’s saying.
We can decide to take care of what we value – like:
Defending our skills – understanding, comprehending, connecting, reading, forming an own thought and own voice. With all this knowledge we can have in the palm of our hands, at the tips of our fingers – we can do better.
It’s okay, to feel overwhelmed and afraid. But don´t let your fear take over. Don’t obey in advance. The difficult part is actually “just” to decide: Where to start?
I like to share the advice of Timothy Snyder (an American Historian): “Do something, anything.”
Lets DO it, even if it’s just a small thing like:
– using EWC’ AI Toolkit,
– educating yourself,
– connecting with other humans in real life connections.
– Get informed, be informed about what’s already here, and: what’s coming? With the full picture of our rights, long term negative impacts of AI on personal and worldwide level.
– Buy books of human authors, published by responsible publishers, in local book shops. As a side note – thousands of AI “books” are uploaded to amazon every day – often not recognizable for the buyer.
– Avoid shopping at companies that support fascism.
– Support voluntary and writers’ organisations. We stand up for authors‘ rights, we help. We can help more – the more members we have, the bigger our impact.
– Join writers unions, writers organisations and exchange with your writers’ colleagues about your authors’ right, your rightful income, how your book is to be used – or not – to be ingested by GenAI – and in case: oppose to this condition
– If you have to use AI: do it in a responsible way and be aware of how much resources you burn down by doing this.
– Be aware: Big Tech will use your work and stories – first to exploit, then to replace you.
– Support other writers.
IV. Vision of a better future
The way we thrive is in human plurality and our way to connect for real as humans, to take care of our human relationships; to experience human mistakes and having the chance learn from them. That’s the process to grow …
to grow from and through imagination, from the exchange with other humans. This can be challenging, but we do grow from friction and by stepping out of our comfort zone.
The path to evolve is: to protect humans, our individuality and diversity, human livelihood and culture. There never has been growth by trading away our ability to think and earning a shiny, fancy new gadget someone offers.
Authors, translators, each of us:
We are many and a million small deeds are a huge number. WE DO HAVE POWER.
By being human and standing solidly with humans. Having a say about AI and the impact on us is in our hands, not just there somewhere in a distant tower of politics.
We need to use our power! So we decide, what our future, lives and society can and shall look like.
Of course, it’s not easy, but nothing good ever came from easy. Change won’t happen overnight but if you quit, if we quit, it will not happen at all.
I am certain:
AI can be as a tool an ally IF it supports humans. There are people willing to find ways to use the technology in a good way.
I dare say – the really helpful AI tools of the future will not be of a generative nature creating something that resembles images, fiction or music – but rather some that simply use technical and medical data, analysing traffic patterns or building schemes and helping the human cope with the vast amounts of data we are producing every day.
But: We mustn’t let it seduce us, replace or rid away our ability to use and sharpen our brains. We mustn’t limit ourselves already in obeying in advance or we miss out on what good and exceptional can be created by humans and come to life.
I state here – ceterum censeo:
For our future as mankind, we must dream big and with a very wide and open gaze to the limitless horizon. Doing this, reality can follow with a wider range of possibilities.
Let´s come together, lets organise better, let´s decide to do the right thing – not the financially beneficial thing, that burns down our lives and planet.
Let’s act supporting humans, for human writing, creativity, innovation, growth, for a free and democratic Europe that can evolve more and more into reaching the goals of equality, justice, stability, safety.
Like here, like now. Each of us – with our deeds, with our words.
As: Words are the first thing to touch one’s human soul and mind.
Our mind is the architecture of our attitude and actions and the world we want to live in.
Let’s do it with Courage. As Courage creates future.
Background:
* European Writers’ Council
The European Writers’ Council (EWC), is a non-profit, non-governmental federation constituted by 52 national writers’ and literary translators’ associations all over Europe – from European Union Member States, the EEA countries Iceland and Norway, as well as Belarus, Switzerland, Montenegro, North Macedonia, and the UK. EWC members comprise over 250k professional authors in the text and book sector, writing altogether in 37 languages and publishing globally in all genres (fiction, non-fiction, educational, academical, children & young adult, poetry).
The EWC is the only federation worldwide representing the professional interests of solely authors of the book sector, and Europe’s knowledge and best practices exchange platform to cooperate with each other.
The EWC’s mission comprises three main objectives within the European context:
• Authors’ Rights, including Copyright and related rights
• Culture Policy
• Cultural Exchange
Details of our mission and objectives as well as current topics, you can find on our website www.europeanwriterscouncil.eu or via our Social Media Presence. EWC cordially invites you to reach out and contact us via E-Mail!
* EWC
… is addressing members of the Parliament. We are in exchange with its Committees as CULT or JURI, participates in Working Groups, Studies or Consultations by the European Commission and the European Parliament, for example: in the development of the General Purpose AI Code of Practice last year or for a Code of Practice on Transparency with regard to Art. 50 of the AI Act, or on the „Digital Omnibus“-Strategy, or on this year’s evaluation of the Copyright in the Digital Single Marked-Directive (the so-called CDSM Directive), amongst other issues about the question if Art. 4 on the TDM exception should include GenAI processes (spoiler: we are convinced that the TDM* [*Text and Data Mining] exception was not meant for GenAI).
EWC is conducting surveys – like the one Anna Afentoulidou mentioned in her speech – on Authors’ Situations in Europe, to help defend and improve our situation in Europe, to gain an overview as well as to supply you with arguments on the situation when you need them.
We, EWC, are joining forces with other artists organisations all over the world to address the very subjects that endanger Europe’s Creativity. For the Media EWC is a valuable partner for interviews and – for journalists’ – for important background information.
We raise awareness about our situation and the necessity of a strong culture and a strong authorship. Even as we are forced to witness heavy attacks by the financially strong Big Tech Companies. They try to undermine Europe, by undermining European regulations that are meant to protect humans. At the very moment: the AI Act, via the Digital Omnibus initiative. The sales-pitch-disguise here is to support and help smaller Start-ups and Businesses.
While gaslighting the fact that history shows: Mankind managed bigger leaps and more sustainable innovations often due to implementing laws to protect humans – or like overcoming deadly diseases by regulating water pipelines or implementing the safety belt in cars. Though: here we are standing up and we are alert.
Our crucial base is EWC’s A.R.T.-principle. We demand:
– Authorisation: consent from authors and translators if using their work.
– Remuneration in an appropriate and adequate way and acknowledging the whole process it takes in drafting and crafting to finalise, publish and sell books and other works.
– Transparency about what´s in „the machine“, how it’s used, where´s the money going, also in order to enable us to build up voluntary licensing systems etc..
* Monika Pfundmeier, EWC Vice President
As EWC’ Vice President, Monika Pfundmeier is fighting together with the colleagues from the EWC Board and Team for authors’ rights and cultural politics. She is a writer, having the experience in our profession. Her background is rooted in the finance branch and in IT, which gives her fundamental knowledge also for the book sector.
She is driven to find a way supporting and preparing writers and the book market to step into a prospering and smart and financially stable digital and kind and live-able future.
Monika Pfundmeier
Vice President
European Writers’ Council




Raimund Verspohl
Raimund Verspohl
Monika Pfundmeier