Hoffnung. Machen. | Creating. Hope.
Worum geht`s:
Hoffnung – oder nicht
Aber was ist mit …
Hinschauen
Der Anfang vom Ende guter Zeiten … wo beginnt Faschismus
Macht
Wer kann etwas tun?
Was tun?
Hoffnung – oder nicht
Hoffnung IST nicht einfach DA. Und ich werde nicht schreiben: da IST oder da GIBT es einfach Hoffnung. Zu leben, zu hoffen, zu sein – nichts davon ist oder wird einfach.
Die Sache ist die: Es IST und GIBT viel zu TUN – und wenn und während wir das tun, SCHAFFEN WIR HOFFNUNG.
Die Chance etwas zu tun, liegt NOCH in unseren Händen. Noch können wir eine Veränderung (hoffentlich zum Besseren) bewirken. Aber wir müssen aufstehen und es auch tun. Dringend. Je früher, desto besser.
Aber wie?
Was ist das Richtige? Das Richtige zu tun, zu schreiben, zu sagen, zu lesen und: Was soll man lesen, sagen, schreiben, tun worÜBER? So vieles ist so überwältigend.
Aber was ist mit …
Angst
hat mich, uns, dich gefangen gesetzt. Eine Angst, die uns aufgezwungen wird, sich in unsere Köpfe und Herzen schleicht, wuchert.
Gewalt und Grausamkeit werden gezielt eingesetzt. Das soll uns lähmen. Angst soll unseren Mut und unser Vertrauen darin zerstören, dass wir überhaupt handeln können, ohne bestraft zu werden. Strategien wie diese sind Waffen. Menschen dieser Flut an Gewalt auszusetzen und damit Angst zu schüren zählt dazu. Mit diesen Taktiken normalisieren Täter das Abnormale, betäuben unsere Empathie und brechen – bildlich und real – Türen auf. Weitaus schlimmere und menschenverachtendere Taten werden damit vorbereitet und diese Taten werden folgen.
Wichtig ist, diese Taktik zu verstehen, zu sehen und zu benennen, was geschieht.
Hinschauen
Ein Anfang ist, die vielfältigen Schrecken anzuerkennen, die gleichzeitig geschehen. Berichte aus USA sind medial präsent, weniger das, was im Iran geschieht. Dort massakriert das Mullah-Regime massenhaft die eigenen Bürger:innen, die für ihre Rechte protestieren und für die Freiheit, ihr Leben selbst gestalten zu dürfen.
Zukunft wird vernichtet, Menschen ausgelöscht. Die Machtgier narzisstischer, hasserfüllter, selbstgerechter Männer, die sich jeglicher Verantwortung verweigern, vernichtet Leben und unseren Planeten. Strategisch zerstören sie und die Medien, derer sie sich bedienen, etwas in uns. Sie zwängen uns ein Gefühl von Überforderung und Hilflosigkeit auf, lenken uns ab, lähmen uns. Diese Täter wollen, dass wir uns machtlos fühlen – als einzelner Mensch machtlos gegen Ungerechtigkeit, Gewalt und strategische Grausamkeit. Jedes vernichtete Leben ist eines zu viel – im Iran, in der Ukraine, in den USA, in Weißrussland, in Ungarn, in Afghanistan, in Syrien, in Ländern, die es in die Nachrichten schaffen ebenso wie diejenigen, die kaum oder gar nicht erwähnt werden.
Die Zerstörung von Demokratie und Menschen beginnt …
… in kleinen Schritten, und oft dort, wo Gelder oft und seit langem fehlen. Kultur, Literatur, Medien, Wissenschaft, Bildung, Gesundheit und Sozialsysteme sind unterfinanziert. Diese Bereiche, die Arbeit und die Menschen, die sich hier engagieren, werden von Feinden freiheitlicher, gerechter, gleichberechtigter Gesellschaften oft zuerst angegriffen. Denn hier kommen grundsätzlich Menschen zusammen, hier kümmern sich Menschen umeinander. Empathie, Austausch, Gemeinschaft können hier wachsen und uns zueinander bringen, statt uns zu isolieren. Ein gemeinsames Merkmal demokratiefeindlicher, autoritärer Entwicklung ist die Abwertung von sozialen, künstlerischen Berufen, von Leben, Lebensentwürfen, Frauenfeindlichkeit, Frauenhass.
Buchverbote sind eines der ersten Mittel autokratischer Regime. Buchverbote treffen nicht einfach Bücher. Buchverbote treffen Menschen. Uns, die wir schreiben, wir, die wir für die Rechte von Autor:innen kämpfen – Autor:innen verlieren ihr Einkommen und ihre Stimme, ihre Werke verschwinden.
Autokraten, Diktatoren. Faschisten wollen Schriftsteller unsichtbar machen, Kritik und unangenehme Themen ausblenden, die Fragen, kritisches Denken und Ideen anregen. Fragen und Kritik erschweren Kontrolle. Unfreie, undemokratische Systeme können freie Ideen nicht zulassen und nicht zulassen, hinterfragt zu werden.
Wir alle, als Gesellschaft, verlieren so Vielfalt – von Geschichten, Perspektiven und Wissen.
In den USA, aber auch zuvor schon unter anderem in Ungarn, Weißrussland, Türkei und weiteren autokratischen Staaten werden kulturelle Einrichtungen zerstört, durch Russland die Kultur in der Ukraine. Schriftsteller:innen werden gefangen genommen, gefoltert und getötet. Von einigen der Ermordeten kennen wir die Namen. Jedes Leben, das genommen wurde, jede Zukunft, die zerstört wurde, ist eines zu viel.
Macht
Sind wir machtlos?
Nein. Wir sind (noch) handlungsfähig, wir haben (noch) Macht.
Wissen ist der Anfang, um zu begreifen, dass noch immer möglich ist, etwas zu tun, weiterzugehen auf einem besseren Weg. Schritt für Schritt gegen die Angst, Stück für Stück bauen wir Hoffnung.
Wer kann dagegen etwas tun?
Die Geschichte zeigt, fast immer waren hartnäckige, sture und nicht die offensichtlichen Personen jene, die Veränderung angestoßen und Ungerechtigkeit und Unterdrückung nicht länger hingenommen haben.
Auch – um es noch einmal zu sagen – zu handeln, zu sprechen, zu schreiben, um sich gegen Faschismus, Tyrannei, brutale Gewalt und Täter zu wehren, ist eine Verpflichtung gegenüber unserem zukünftigen Selbst. Außerdem merken wir hoffentlich rechtzeitig: Wir sind nicht allein. Dass wir uns auf einsamem Posten wahrnehmen, scheint nur so, auch das ist Taktik. Denn wenn wir isoliert sind, ist es einfacher, uns zu kontrollieren und uns einzeln zu zermürben durch die Gewalt, die wir erleben oder wie wir diese in Medien wahrnehmen.
Was tun?
Die Frage, die wir uns – vermutlich – stellen, ich mir jedenfalls, ist also nicht einfach: KANN ich etwas tun, sondern auch: SOLLTE ich etwas tun, bin ich die richtige Person/Organisation, um mich zu wehren? Eigentlich … ist das leicht zu beantworten: Ja – ich kann, ich sollte, ich bin/wir sind.
Schwierig ist eigentlich „nur“, zu entscheiden: WAS soll ich tun – bei einer Million Möglichkeiten.
Was kann jede*r von uns ansonsten tun, wie und wo fangen wir an? Hier eine kurze, demnächst eine längere Liste an Vorschlägen und Möglichkeiten etwas zu tun. Erste wichtige Punkte sind:
- Kein vorauseilender Gehorsam
- Tu etwas, irgendwas, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.
- Vermeide Einkäufe bei Unternehmen, die Faschismus unterstützen.
- Lies Bücher 🙂
…
to be continued (soon)
Hoffnung IST nicht einfach DA. Hoffnung IST oder GIBT es nicht einfach. Zu leben, zu hoffen, zu sein – nichts davon ist oder wird einfach.
Die Sache ist die: Es IST und GIBT viel zu TUN – und wenn und während wir das tun, SCHAFFEN WIR HOFFNUNG.
Für etwas Mut und Ideen empfehle ich auch Timothy Snyders Instagram Beitrag.
Creating Hope, defeating fear
Part 1 – Shine a light ….
To Hope or to despair
Hope is not simply there. And: To live, to hope, to be – none of this is nor will be easy. The thing is: there ARE many things to DO – and when and whilst we do them, WE CREATE HOPE.
The chance to do something STILL is in our hands as well the chance to drive a change to the better. Though: We have to get up and do it. Urgently. The sooner, the better.
But how? What is the right thing to do … to write, to say, to read, and: What should one read, say, write, do ABOUT? So much is so overwhelming.
What about …
Fear
has imprisoned me, us, you. A fear that is forced upon us, creeps into our minds and hearts, and eats us up. Violence and cruelty are deliberately used to paralyse us. Fear is intended to destroy our courage and our confidence that we can act at all – without being punished. Strategies such as these are weapons. Exposing people to this flood of violence and thus stirring up fear is one of them. With these tactics, perpetrators normalise the abnormal, numbing our empathy and breaking down doors – figuratively and literally. Far worse and more inhumane acts are being prepared, and these acts will follow. It is important to understand these tactics, to see and state what is happening.
Looking closely
A start is to acknowledge the manifold horrors that are happening simultaneously. Reports from the USA are present in the media, but less so what is happening in Iran. There, the mullah regime is massacring its own citizens en masse, who are protesting for their rights and for the freedom to shape their own lives. The future is being destroyed, people are being wiped out.
The lust for power of narcissistic, hateful, self-righteous men who refuse to take any responsibility is destroying lives and our planet. Strategically, they and the media they use are destroying something within us. They force us to feel overwhelmed and helpless, distract us, paralyse us. These perpetrators want us to feel powerless – as individuals powerless against injustice, violence and strategic cruelty.
Every life destroyed is one too many – in Iran, Ukraine, the USA, Belarus, Hungary, Afghanistan, Syria, in countries that make the news as well as those that are hardly mentioned or not mentioned at all.
The destruction of democracy and people begins …
in small steps, and often where funds have been lacking for a long time. Culture, literature, media, science, education, health and social systems are critically underfunded though essential for a prospering society. Here fundamentally people come together; this is where people care for one another. Empathy, life and community play important roles. These sectors and the people active in them are often the first to be attacked by enemies of free, just and equal societies.
A common feature of authoritarian development is precisely the devaluation of social and artistic professions, of life, of lifestyles, misogyny and hatred of women, science, education, empathy, art.
Book bans are one of the first tools used by autocratic regimes. Book bans do not simply affect books. Book bans affect people. Us who write, us who fight for the rights of authors. Authors lose their income and their voice, their works disappear. Autocrats, dictators and fascists want to make writers invisible, to suppress criticism and uncomfortable topics that stimulate questions, critical thinking and ideas and the expression of visions for the better, as questions and criticism make it difficult to control societies. Unfree, undemocratic systems cannot allow free ideas and cannot allow themselves to be questioned.
As a society, we all lose diversity – of stories, perspectives and knowledge. In the USA, but also previously in Hungary, Belarus, Turkey and other autocratic states, books are attacked, cultural institutions are being destroyed, as is culture in Ukraine by Russia. Writers are being imprisoned, tortured and killed. We know the names of some but far not of all of those who have been murdered. Every life that has been taken, every future that has been destroyed, is one too many.
Power
Are we powerless? No. We are (still) capable of acting, we (still) have power. Knowledge is the first step towards understanding that it is still possible to do something, to continue on a better path. Step by step, we are overcoming fear and building hope bit by bit.
WHO can do something about it?
History shows that often it were the stubborn, obstinate and not the obvious people who initiated change and no longer tolerated injustice and oppression. Also – to say it again – to act, to speak, to write, to defend ourselves against fascism, tyranny, brutal violence and perpetrators is an obligation to our future selves. Furthermore, we will hopefully realise in time that we are not alone. The perception that we are standing alone is only an illusion, a tactic. For when we are isolated, it is easier to control us and wear us down individually through the violence we experience or are exposed to through media coverage.
WHAT can we do?
The questions we – presumably – ask ourselves, or rather I ask myself, is therefore not simply: CAN I do something, SHOULD I do something, am I the right person/organisation to fight back? Actually … that’s easy to answer: Yes – I can, I should, I am/we are.
The difficult part is actually ‘only’ deciding: WHAT should I do – with a million possibilities. What can be done, how and where do we start?
Some suggestions – more will follow … Very important points is:
- Don’t obey in advance.
- Do something, anything, even if it’s just a small thing.
- Avoid shopping at companies that support fascism.
- Read!
…to be continued





